Bahnbau
Am 1. August 1888 erteilte Ihre Majestät, Kaiser Franz Josef der Erste, die Konzession zum Baue und Betrieb einer schmalspurigen Lokomotiv-Eisenbahn mit gemischtem Adhäsion- und Zahnschienen-Betriebe.
Die Urkunde, zum Teil in Gold handschriftlich geschrieben, mit dem kaiserlichen Siegel versehen, befindet sich noch unversehrt im Besitz der Achensee-Dampfzahradbahn. Die Konzessionsdauer wurde mit 90 Jahren festgelegt. Der Bau wurde durch die Berliner Baufirma Soenderop ausgeführt.
Am 8. Juni 1889 fanden die großen offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten statt. Mit einer Baulänge von 6,36 km führte die Bahnlinie aber nicht ganz an den See heran, sondern endete ca. 400 Meter vor der Anlegestelle der Dampfschiffe in der Haltestelle Seespitz. Diese Maßnahme geschah mit dem Hintergedanken des Klosters Fiecht, eine Rollbahn zu errichten auf der das anfallende Gepäck der Reisenden und Stückgut vom Schiff zur Bahn und umgekehrt, gegen gesonderte Bezahlung befördert werden sollte.

Die konzessionierte Rollbahn bestand bis 1916 und wurde dann von der österreichischen Militärverwaltung weggerissen und die Gleise bis zur Dampferanlegestelle verlängert. Im Jahre 1926 wurde die eigenmächtige Verlängerung durch eine eisenbahnrechtliche Bewilligung legalisiert. Die neue Endstation Seespitz/Achensee besaß nun ein neues Stationsgebäude und einen neuen Dampfersteg. Damit erreichte die Bahn eine Länge von 6,78 km.
Noch heute endet hier die Gleisanlage, jedoch hat sich das Aussehen des Bahnhofes nach einem Umbau im Jahre 1971 den heutigen Verkehrsbedürfnissen angepasst.
Wissenswertes
Neben der Personenbeförderung war anno dazumal der Transport von Wirtschaftsgütern, insbesondere von Holz aus den Wäldern rund um den Achensee, die Hauptaufgabe der Bahn.
Die größte Beförderungsleistung erreichte die Achensee-Dampfzahnradbahn während des 2. Weltkrieges. 141.000 Personen wurden kriegsbedingt befördert. Bombenflüchtlinge am Achensee und kriegswichtige Betriebe mussten versorgt werden. Es wurden umfangreiche Gütertransporte durchgeführt. Auch in den schwierigen Zeiten nach dem Kriege bestätigte die Bahn ihre Existenzberechtigung; das gesamte Achenseegebiet wurde praktisch nur durch die Bahn versorgt.
Gebaut vor mehr als 119 Jahren ist die Achensee Dampf-Zahnradbahn immer noch ein authentischer Zeitzeuge der großen Ära der Dampfbahnen. Die Dampfloks der Achensee-Dampzahnradbahn zählen zu den ältesten, fahrplanmäßig im Einsatz stehenden Dampflokomotiven der Welt.
Schnaufend und zischend legen die Dampfloks die 6,78 Kilometer lange Strecke von Jenbach nach Seespitz am 930 Meter hoch gelegenen Achensee zurück.Die Zahnantriebsräder der Lokomotiven greifen in die Zahnschiene in der Mitte der Trasse und bewältigen so die Steigung von 160 Promille und eine Höhendifferenz von 440 Metern. Für Bahnfreunde, Familien, Gruppen, Schulen, für alle die wieder einmal das Reisegefühl vergangener Zeiten erleben wollen.
Preise:EUR 22,- Bergfahrt Jenbach - Seespitz
EUR 22,- Talfahrt Seespitz - Jenbach
EUR 28,- ermäßigte Berg- & Talfahrt
Kinder unter 6 Jahren kostenlos
6 - 15 Jahre 50% Ermäßigung.
Kontakt:Achenseebahn AG
Bahnhofplatz 1-3
6200 Jenbach
Tel.: +43 (0) 5244 62243
Fax: +43 (0) 5244 62243-5
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